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Kyudo ist die traditionelle Form des japanischen Bogenschießens. Mehr bei wikipedia! In Detmold wird die Stilrichtung der Bogenschützen zu Fuß (Heki to ryu) in der seit über 5 Jahrhunderten überlieferten Technik vermittelt. Den in den 90er-Jahren verstorbenen Meister Genshiro Inagaki (-> youtube) hat der Detmolder Übungsleiter noch persönlich kennengelernt.
mehr: kyudodetmold.de.tl

Sport Bogenschießen und Bogensport
Heimatstadt Detmold
Teammitglieder 16
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Peter

Am 06.07. angesprochen:
Hier sind zwei Querschnitte durch Bambusbögen abgebildet.
Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass
- beide Bögen aus (von oben nach unten) drei Lagen von verschiedenem Material bestehen,
- Außen- und Innenbambus (oben und unten) jeweils aus Streifen von Bambusrohren bestehen (mit den dann im Normalfall zu erkennenden Nodien),
- der mittlere Teil aus verschiedenen Materialien besteht.
Die beiden Streifen (Außen- und Innenbambus) alleine sind relativ schwach, weil sie in Faserrichtung gebogen werden. [Ein Einklemmen in der Heckklappe des PKW oder ein ungünstiger Kontakt beim Umfallen des Bogens kann die Schicht des Außenbambus kaum erkennbar verletzten. Dann reißt der Bambus ggf. später dort bei Belastung.]
Der mittlere Teil ist im linken Bild aus verschiedenen Holzarten, im rechten Bild aus Bambus gefertigt. Die ganz außen liegenden Holzarten (kein Bambus aus materialtechnischen Gründen - oft HAZE/Wachsbaum) können beim Bogenbauer nach persönlichem Wunsch in bestimmten Farben gewählt werden.
Um einen starken Bogen zu erhalten, werden die Bambusfasern im mittleren Teil des Bogens verdreht zur Wuchsrichtung verleimt. Die Dicke dieses mittleren Teils bestimmt im Wesentlichen die Zuggraft des Bogens.
Wenn man sich z. B. einen Jikishin III Bambusbogen ansieht, erkennt man von der Seite folgende Materialien:
- Glasfaserlaminierung,
- Außenbambus,
- Mittelteil (man sieht allerdings nur die äußerste Holzleiste),
- Innenbambus,
- Glasfaserlaminierung.
Die Glasfaserschichten machen die Benutzung auch von Bambus möglich, bei dem die Nodien nicht genau gleichmäßig sind - und schützt vor hoher Luftfeuchtigkeit. Daher ist er weniger pflegeaufwendig. Bei einem carbonverstärkten Bogen ist oft noch eine dünne schwarze Linie zwischen Außenbambus und Mittelschicht zu erkennen.

Ein Bogenbauer kann für jede Handgröße und das gewünschte Zuggewicht sowie die individuelle Auszugslänge einen Bogen herstellen. Bei einigen Bogenbauern (z. B. Higo Saburo) vergehen da schon einmal fünf bis sechs Jahre von der Bestellung bis zur Auslieferung. Zeit, die genutzt werden kann, den Kaufpreis für 2000–3000 € (incl. Transport, Einfuhrumsatzsteuer, Zoll) anzusparen... Auf der anderen Seite ist zu beachten, dass man oft auch fünf bis sechs Jahre benötigt, um vom 5. Dan zum 6. Dan zu gelangen. Auch hat man genug Zeit, sich auf die regelmäßige Pflege eines reinen Bambusbogens vorzubereiten (Ölen der lackierten Oberfläche, Korrigieren der Form, reine Hanfsehnen...)

Bambusbögen bei Asahi Archery:
https://www.asahi-archery.co.jp/kyudo_en_jp/k_1/view_products_en4.php

Peter
Peter

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Kontaktinformationen

Kontaktperson: Peter K Übungsleiter, jp.kollotzek@web.de, 0177 4300053